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Mr. TIM WOOD, Freund und Helfer in Sachen Nachhaltigkeit

Wie die allermeisten Menschen, die ich kenne, bin ich bequem. Nicht im Sinne von faul, antriebslos und der Vermeidung jeder Anstrengung. Aber ich versuche doch, Vorgänge so weit wie möglich zu vereinfachen – im privaten wie beruflichen Umfeld. So gibt es z.B. eine Excelvorlage für einen Projektplan, die ich im ersten Jahr meiner Berufstätigkeit erstellt habe und bis heute verwende. Kleine Veränderungen gab es selbstverständlich, aber im Großen und Ganzen ist sie gleich geblieben. Sie können sich kaum vorstellen, wieviel Zeit ich damit meinen Mitarbeitern, meinen Kollegen und mir damit erspart habe, das Rad nicht immer wieder neu erfunden zu haben.

Und daher widme ich diesen Artikel „Mr. TIM WOOD„, der mich regelmäßig daran erinnert, meine Aktivitäten auf überflüssigen Aufwand und Verschwendung von Zeit oder Material zu überprüfen.

TIMWOOD

Die 7 Arten der Verschwendung | 7 types of waste (Lean)

(Powerpoint-Vorlage von slidehunter.com)

Die sieben Arten der Verschwendung, die im Lean Management definiert wurden und derer man sich leicht mit dem Merkwort TIMWOOD erinnert, lassen sich in vielen Bereichen des Privat- und Arbeitslebens verwenden. Dass ich eine wiederverwendbare Vorlage erstellt habe, ist natürlich nur ein kleines Beispiel. Die Vermeidung des mehrfachen Aufwandes, eine gleichartige Tätigkeit auszuführen, verhindert oder reduziert eben einfach die Verschwendung von Zeit.

Das Prinzip, Verschwendung zu vermeiden, lässt sich aber auch auf große Maßstäbe übertragen.

Beispiel 1: Transport

Natürlich ist es notwendig, für die Herstellung von Produktionsgütern Material hin und her zu bewegen. Entweder, um Material herbeizuschaffen, das verarbeitet wird, um Abfall zu entsorgen oder um das Produkt selbst zu bewegen. Die Optimierung und richtige Organisation der Wege und Lagerung des Materials („Was, wann, wohin?)“ spart Zeit. Chaos wird vermieden, somit Unfälle verhindert, Dinge müssen nicht gesucht werden. Darüber hinaus wird auch Aufwand/Energie gespart, z.B. Treibstoff für unnötige Transporte. So werden Arbeitskraft und Rohstoffe geschont, die Produktion wird nachhaltiger

Beispiel 2: Warten

Während ein guter Käse, Wein oder Schinken seine Zeit zum Reifen braucht, ist dies sicherlich nicht der Fall für alle Produkte. Ein Container mit Ware, die darauf wartet verarbeitet zu werden, erhöht die Durchlaufzeit für die Gesamtproduktion. Ein Antrag, der gemeinsam mit anderen in einem großen Stapel auf Freigabe wartet, verzögert den gesamten Vorgang. Alle nachfolgenden Bearbeitungsstationen (sprich Kolleginnen und Kollegen), warten ja ebenfalls und können während dessen ihrer Aufgabe nicht angemessen nachgehen.

Letztendlich geht es natürlich in wirtschaftlichen Zusammenhängen vor allem darum, mit möglichst geringem Aufwand einen möglichst großen Mehrwert zu erwirtschaften.

Im Sinne eines “Chancenmanagement” möchte ich dazu auffordern, die Vermeidung von Verschwendung auch als Beitrag zur Nachhaltigkeit zu verstehen: Nicht nur dann, wenn wir Rohstoffe und Energie sparen, ist das nachhaltig. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Chance zu geben, sinnvolle Beiträge zu leisten, statt ihre Arbeitszeit mit Warten, überflüssigen Korrekturen und unnötigen Wegen zu verschwenden, ist ebenfalls nachhaltig. Es liegt in der Natur des Menschen, bequem zu sein und sich das (Arbeits-) Leben zu vereinfachen. Nutzen wir diese natürliche Chance, Verschwendung zu vermeiden.

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Ein Kommentar zu “Mr. TIM WOOD, Freund und Helfer in Sachen Nachhaltigkeit

  1. Johnd595
    10. September 2014

    Appreciate it for helping out, great information. debedbdacead

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